Meine PR-Kollegin Sabine Faltmann hat mir soeben einen Artikel weitergeleitet, den ich euch, liebe Leser, nicht vorenthalten möchte. Es stammt von einer anderen PR-Kollegin, Dr. Kerstin Hoffmann, und meint “Keine Sorge: Natürlich geht das wieder weg, dieses Social Media …” . Oder nicht?
Jetzt habe ich zwar langsam ein Problem mit all denjenigen Lesern des KMU-Marketing-Blogs, die nichts mit Social Media am Hut haben, aber das Risiko eines Boykotts gehe ich ein. Denn dieser Artikel von Dr. Hoffmann wendet sich genau an diese Social Media-Verweigerer. Sie schreibt:
“Social Networks sind keine Einzelerscheinung, keine isolierte Austauschform irgendwelcher Geeks und Nerds. Sie sind längst Teil unseres täglichen Lebens. Selbst jene, die immer noch darauf warten, “dass das wieder weg geht” und sich solchen Dingen wie Facebook mit quasi dogmatischer Widerstandskraft entgegenstellen, sind wahrscheinlich schon längst im Social Web.
Sie googlen – und treffen oft als Erstes auf Ergebnisse, die aus Twitter, Blogs oder Google+ stammen. Sie kaufen bei amazon oder anderen Online-Versandhäusern ein und orientieren sich dabei an den Bewertungen, die andere Käufer online abgegeben haben. Sie prüfen anhand von Hotelbewertungen, wo sie den nächsten Urlaub buchen. … und sie warten währenddessen immer noch darauf, dass “dieses komische Social Media” sich selbst ad absurdum führt.”
Damit ist klar, dass Social Media für die Nutzer nicht nur Facebook, Twitter, Blogs etc. bedeutet. Fast jede größere Webseite, jedes Einkaufsportal und jedes Magazin bietet Social Media in irgendeiner Weise an – und alle nutzen es, teilweise unbewusst.
Letztens las ich einen Sazt, den ich gerne zitiere, auch wenn ich den Autor gar nicht kenne (Anm: Der Urheber darf sich gerne zur Wort melden); Social Media geht nicht wieder weg, genauso wenig wie das Fernsehen oder das Telefon.
Foto: © lunamarina – Fotolia.com
Diese Woche habe ich einen Vortrag über Social Media Marketing vor ca. 90 Handwerkern gehalten. Das war sehr spannend, denn das Handwerk ist meiner Ansicht nach eine perfekte Zielgruppe für Social Media. Diese Einsicht ist mir erst in den letzten Wochen gekommen nach vielen Gesprächen mit Handwerkern, die in der Social Media Welt bereits erfolgreich aktiv sind. Allen voran ist da der Fleischer Ludger Freese. Mit ihm habe ich lange telefoniert. Er gab mir genau das passende Argument, warum Social Media für Handwerker so wichtig ist: Das Bauchgefühl.
Im Online-PR 2.0 Blog gibt es ein paar wichtige Tipps für die Einrichtung des Google+ Unternehmensprofils. Diese sind seit Anfang November für alle Unternehmen kostenlos einrichtbar. Inwieweit die Unternehmensseiten eine Bedeutung im Social Media Marketing erreichen werden, bleibt abzuwarten. Einige spotten sogar schon darüber. Klar ist, dass den Seiten von Google+ eine besondere Bedeutung in den Suchmaschinenergebnissen zukommen wird.
Während es Jahrzehnte dauern kann, eine positive Reputation aufzubauen, braucht es im Internet nur wenige Momente, sie zu zerstören. „iShareGossip“ ist nur der Anfang! Lange Zeit waren es vor allem Prominente, die sich Rufmord-attacken ausgesetzt sahen. Zunehmend werden nun aber auch Firmen, Institutionen und Privatpersonen Opfer von Rufmord im Internet. Anonyme Angreifer, die mit unfairen und zum Teil illegalen Mitteln kämpfen, stellen Personen im Internet als Steuerhinterzieher, Extremisten oder Kinderschänder an den Pranger. Auch die Reputation von Unternehmen ist in Gefahr: Produkte und Dienstleistungen werden durch gesteuerte Negativbewertungen verrissen und Konkurrenten streuen online gezielt Falschinformationen. „Die so angerichtete Rufschädigung bleibt, denn das Internet vergisst nichts“, weiß Christian Scherg. Der erfahrene Experte für Online-Reputationsmanagement kennt zahlreiche aktuelle Beispiele dafür, wie schnell persönliche Existenzen zerstört sind oder die Reputation von Unternehmen und Marken bedroht ist.
Laut § 7 Abs. 3 UWG darf man einem Empfänger auch ohne ausdrücklich erfolgte Einwilligung Werbe-Mails senden , wenn es sich um „ähnliche Waren oder Dienstleistungen“ handelt. Diese Ausnahmeregelung wird immer wieder offen und weit ausgelegt. Es ist ja auch sehr verlockend. Die Person hat irgendwann irgendwas angefragt und bekommt von nun an alle Angebote per E-Mail. Warum nicht? Die Person hat doch Interesse an dem Unternehmen und dessen Produkten bekundet.